DAN Davis
  KORMAZZ
  KORMAZZ
           
                                Lie
s dieses Buch nicht!
                              Es
könnte Dein letztes sein.....

  DIE LETZTE VERSUCHUNG
  DIE LETZTE VERSUCHUNG

K ormazz

KORMAZZ


LESEPROBE 4:

...

    Er wollte… Moment mal… Wo war… Der Textabschnitt, den er gestern gelesen hatte und in dem Kai von einer Begegnung mit Madrisa berichtet hatte, war nicht mehr vorhanden. Anstelle dessen begann die erste Seite wieder mitten in einem Satz:

 

   „…so wie es gestern geschehen war. Ich lief deshalb heute zu Block A, um nachzuschauen, ob der Name von Madrisa irgendwo auf einem der Klingelschilder stand.


   Doch ich konnte ihn nicht finden. 


   Vielleicht war es gar nicht ihr echter Name.


   Ich entfernte mich von dem Hochhaus Richtung See. Blieb jedoch stehen und blickte zurück.


   Da sah ich ihn.


   Er stand jetzt an dem Eingang bei den Klingeln und betrachtete diese, wie ich, kurze Zeit zuvor. Plötzlich verschwand er im Gebäude.

 

   Ich rannte so schnell ich konnte zurück zum Hochhaus, doch die Tür war bereits wieder geschlossen. Ich schlug in meiner Wut dagegen. Doch niemand hörte mich oder war in der Nähe, um mich hineinzulassen. Ich überlegte ob ich irgendwo klingeln sollte, entschied mich dann aber dazu, vor dem Eingang zu warten, bis er wieder herauskam.


   Doch er kam nicht.

 

   Nach etwa 30 Minuten habe ich die Observation abgebrochen und ging nach Hause…“

 

   Faun zog den Stick aus dem Rechner und lief unentschlossen in seinem Zimmer auf und ab. Dann verließ er seine Wohnung Richtung Block A. Er wollte nachschauen, ob Madrisas Name tatsächlich nicht an den Klingelschildern zu finden war, so wie dieser Kai Binder es behauptet hatte.


   Dort angekommen überflog er sämtliche Namen auf der großen Tafel.


   Nichts.

 

   Der Nachname Kern war nicht darunter.

 

   Gerade als er sich abwenden wollte, hörte er den Türsummer. Faun blickte sich um, doch außer ihm stand niemand unten am Eingang. Er drückte gegen die Türe und lief ins Gebäude.

 

   Als er nach links blickte, sah er Madrisa vor einer der Aufzugtüren stehen. Sie wartete augenscheinlich, um nach oben zu gelangen. Als diese ihn sah, fragte sie ungläubig: „Faun? Was machst Du denn hier? Ich dachte Du wohnst in Block B?“ Faun lief langsam zu ihr und den Aufzügen. „Ja. Schon. Aber – ich wollte Dich wiedersehen… Habe aber Deinen Namen nicht auf den Klingeln gefunden.“

 

   „Dann hast Du ihn überlesen.“

 

   Vermutlich hatte sie recht.

 

   „Willst Du mit nach oben kommen?“

 

   Schüchtern blickte er vor ihr zu Boden. „Nein. Das heißt ja… Aber...“ In diesem Moment öffnete sich die Türe des Aufzugs und Madrisa lief in die Kabine. „Komm!“ Faun trat zu ihr in den Aufzug. Als sich die Türe schloss, hörte er laute Schläge unten an der Haustüre, als ob jemand mit all seiner Wut dagegen hauen würde.

 

   22.

 

   Sie drückte den Leuchtknopf zu Stockwerk 22.

 

   Als sie oben ankamen und sich die Aufzugtüre geöffnet hatte, lief Madrisa nach links und schloss die Wohnungstüre auf. Beim Eintreten erblickte Faun neben der Türe auf einer Metallplatte den Namen Kern. Ihr Nachname. Er fand sich in einer schlichten, gemütlich eingeräumten Wohnung wieder. „Willst Du etwas trinken?“ „Ja. Das heißt nein… Oder nur, wenn es Dir keine Umstände macht…“

 

   Sie lief zum Kühlschrank und griff nach einer neuen Flasche Bitterlemon. Danach holte sie zwei Gläser aus dem Wandschrank gegenüber und füllte sie mit dem Getränk, bevor sie ihm eines davon reichte.

 

   Sollte er sie jetzt fragen? Auf diesen Kai Binder ansprechen?

 

   Während er dies dachte und trank, berührte Madrisa plötzlich zärtlich seine Hand, in der er das Glas vor seinem Mund hielt. Fast hätte er sich verschluckt, als er wieder ihre weiche Haut spürte, so überrascht war er darüber. Sie nahm ihm das leere Glas aus der Hand und stellte es neben sich auf die Spüle. Dann spürte er ihre Lippen auf seinem Mund und ihre Hand glitt zärtlich zu Fauns Hose, öffnete den Reißverschluss, ihr Pfirsichgeschmack breitete sich in seinem Mund aus und verursachte wohlige Schauer auf seiner Haut. Als Madrisas Hand in seine Hose eindrang, begann er leise zu stöhnen.

 

   Er wusste nicht einmal mehr genau, wie sie danach ins Schlafzimmer gelangten waren...


...

   Als Faun in den Hausflur von Block B trat, kreisten seine Gedanken weiterhin nur um Madrisa. Deshalb nahm er es kaum zur Kenntnis, als ihn jemand freundlich grüßte. Ein Mann, der gerade das Gebäude verließ. Faun kannte ihn. Ein Buchautor, der im selben Wohnblock eine Zweitwohnung besaß, um hier in der Anonymität eine Rückzugsmöglichkeit zu haben. Einen Ort, an dem er ungestört arbeiten konnte, wenn es nötig war. Faun drehte sich noch um und wollte ihn zurück grüßen, doch da war er schon verschwunden. Ja, richtig, Kim hieß er. Kim Foster. Aber er schrieb unter diversen Pseudonymen. An diese konnte er sich leider nicht erinnern.   


    In seiner Wohnung angekommen fuhr er den Computer hoch und steckte den Stick, den er vor Block A gefunden hatte, in die hierfür vorgesehene Buchse. Hatte die Datei sich erneut verändert?


   Mit einem Doppelklick öffnete er die Word-Datei „Oblivion“.

 

   Tatsächlich… Die von ihm gelesenen Zeilen waren erneut herausgelöscht worden und die Datei begann mit:


    „…Es muss mit diesem mysteriösen Buch zusammenhängen, das ich gefunden habe. Ich hielt es für einen Witz. Einen Roman. Eine fiktive Geschichte. Aber was, wenn dem nicht so ist?


    Ich fand es unten am Hauseingang auf einem großen Tisch liegen, der sich innerhalb des Gebäudes befindet und auf dem jeder Bewohner Dinge ablegen kann, die er nicht mehr benötigt. Für den Fall, dass sie jemand anderes möchte. Ich las den Text auf dem Buchrücken und fand es interessant, so dass ich es mitgenommen habe. Angeblich sollte jeder, der das Buch liest, Teil eines tödlichen Spiels werden, bei dem es ihm bald nicht mehr möglich sein wird, herauszufinden, was Realität und was Fiktion ist. Aber da es sich um einen Roman handelt, habe ich es nicht Ernst genommen. Es würde nur eine Möglichkeit geben, diesem grausamen Schicksal zu entkommen. Man müsste dazu ein im Buch verborgenes Rätsel lösen, bevor sich das dunkle Netz um den Leser gesponnen hat, so dass man nicht mehr heraus findet und es zu spät ist. Ich muss das Buch loswerden. Es wieder auf den Tisch zurücklegen…“    

 

   Faun schüttelte ungläubig den Kopf. Von was redete dieser Kai Binder hier? Er stand auf, lief in die Küche und öffnete den Kühlschrank, um einen großen Schluck aus einer halbleeren Flasche Cola zu nehmen. Danach stellte er sie zurück ins Kühlfach und lief wieder ins Arbeitszimmer, um weiter zu lesen. Doch anstelle der Textpassage, die er eben gelesen hatte, begann die Datei jetzt mit den Worten:

 

   „Ich glaube, ich werde verrückt! Ich habe soeben das Buch genommen und verließ meine Wohnung, um mit dem Aufzug nach unten zu fahren. Doch dort wo die Aufzüge waren, fand ich eine unverkleidete Backsteinmauer vor. Als ich danach die Nottreppe nach unten nehmen wollte, war an jener Stelle, wo einst die Treppe war, ein langer beleuchteter Gang ohne Fenster, der waagrecht vom Gebäude weg führte. Ich wohne im 15. Stock. Wie kann hier ein Gang waagrecht vom Gebäude weg führen? Der orangene Teppich auf dem Boden und das warme schummrige Licht an der Decke ließen kein Ende erkennen.


   Ich rannte mit dem Buch in der Hand den Gang entlang, ohne zu wissen, wo er mich hinführen würde, bis ich in der Entfernung eine Person erkennen konnte. Ich lief auf diese zu und als ich näher kam, sah ich, dass es Madrisa war. Sie blickte mich fragend an. Und ich sagte: „Was ist das für ein Gang hier? Ich habe ihn noch nie zuvor hier gesehen? Wo geht es hier raus?“ Sie schaute mich an, als ob ich den Verstand verloren hätte und erwiderte: „Was meinst Du? Der Gang war schon immer hier…! Geht es Dir nicht gut?“  

 

   Es klopfte an die Türe.


   Faun blickte kurz auf. Er konnte jetzt nicht nachschauen. Sonst war der Text vermutlich wieder verschwunden.


   Erneut klopfte jemand gegen die Türe. Jetzt etwas lauter. 


   Faun ignorierte es ein zweites Mal und las weiter:

 

   „Ich merkte, dass es keinen Sinn machte, mich länger mit Madrisa zu unterhalten. Deshalb rannte ich weiter den Gang entlang - bis… Bis es nicht mehr geradeaus weiter ging. Ich stand vor einer Mauer.


    Nein, es hatte nur den Anschein.


   Denn der Weg verlief in einem 90°-Winkel nach links.


  Noch einmal schaute ich den langen Gang zurück, durch den ich eben gerannt war und sah in weiter Entfernung immer noch Madrisa stehen, die mir hinterher schaute. Dann bog ich um die Ecke. Bereits nach wenigen Metern stand ich vor einer Türe. Doch es gab keine Klinke an ihr. Ich nahm den Türknauf in die Hand, aber sie war verschlossen.


   Also klopfte ich dagegen.


   Aber es öffnete niemand.


   Also klopfte ich noch einmal. Diesmal etwas lauter.


   Doch erneut machte niemand Anstalten, die Türe zu öffnen.


   Ich kam hier nicht weiter.


   Und es blieb mir wohl nichts anderes übrig, als den ganzen Weg wieder zurückzulaufen zu meiner Wohnung.


    Ich blickte auf das Buch.


    Kurz entschlossen legte ich es vor der verschlossenen Türe ab und entfernte mich von ihr, bog nach kurzer Zeit ab auf den langen geraden Gang, auf dem ich Madrisa getroffen hatte. Doch sie war verschwunden. Ich lief und lief… Bis ich wieder an der Backsteinmauer ankam, wo sich einst die Aufzüge befanden. Ich schloss meine Wohnungstür auf, trat ein und lehnte mich von innen mit geschlossenen Augen dagegen…“    

 

   Faun blickte mit großen Augen auf seinen Computer. Verharrte für einen Moment in bewegungsloser Haltung. Dann sprang er auf und lief mit schnellen Schritten zur Wohnungstür. Als er sie aufriss, blickte er zielgerichtet nach unten auf den Boden vor den Eingang. Nach einigen Sekunden schloss er die Türe langsam wieder und lehnte sich von innen mit geschlossenen Augen dagegen. Er stieß die Luft hörbar aus ...


   Kein Buch!

 

   Gott im Himmel sei Dank!

 

   Ein erleichtertes Lächeln war nun auf seinen schmalen Lippen zu erkennen. Dieser Binder schien doch nur ein Verrückter gewesen zu sein, der aus dem 3. Stock in den Tod gesprungen war...


...

   Als Jack Simmons zu sich kam, lag er auf einer weichen Matratze mit einem weißen Laken und einer gemusterten Decke. Sein Blick schweifte durch den Raum. Zwei kleine Abstelltische, ein Schrank, ein einfacher schwarzer Fernseher auf einer Kommode, ein Spiegel. Jack setzte sich auf die Bettkante und sein Blick verriet, dass er keine Ahnung hatte, wie er hierher gekommen war oder wo er sich befand. Rechts von sich konnte er eine halb offene Tür erkennen, die offensichtlich in ein kleines Badezimmer und ein WC führte. Erst jetzt entdeckte er die Minibar neben der Kommode. Er nahm eine kleine Flasche Jim Beam aus dem Seitenfach, öffnete den Drehverschluss und leerte den Inhalt ohne abzusetzen in seinen Rachen. Dabei lief er zu dem Fenster links neben dem Bett und schob die gelbliche Gardine zur Seite. Draußen war es dunkel.

 

   Stockdunkel.

 

   Bis auf eine rote Leuchtreklame, auf der wohl „Desert Rose Motel“ stehen sollte.


    Zwei der Buchstaben konnte man jedoch nicht erkennen, vermutlich weil die Neonröhren defekt waren. So dass er nur „Des_rt Ros_ Motel“ lesen konnte. Jack zog die Gardine wieder zurück. Auf einem der Abstelltische lag ein Schlüssel. Er griff nach ihm, lief zu der Zimmertüre neben dem Fenster, öffnete sie und blickte nach draußen. Er befand sich im 1. Stock und konnte einen Gang mit weißem Geländer vor sich erkennen, eine offene Veranda mit Blick in den Innenhof, auf dem sich einige abgestellte Fahrzeuge befanden.


    Er lief nach links, an den anderen im Freien liegenden Zimmertüren vorbei, zu einer weißen Treppe, die nach unten führte und polterte die Stufen nach unten. Dort angekommen blickte er sich kurz um. Danach steuerten seine Cowboystiefel auf ein Gebäude zu, in dem noch Licht brannte, offensichtlich die Rezeption. Als er die Türe öffnete, ertönte eine Klingel. Nach wenigen Sekunden erschien eine junge blonde Frau, die ihn freundlich anlächelte.

 

   `Heißes Fahrgestell…` kam es Simmons zwangsläufig in den Sinn, als er das Mädchen mit der üppigen Oberweite vor sich sah, das ihn fragend anlächelte. „Mr. Simmons?“


    Jack wirkte irritiert. Die Puppe wusste offensichtlich, wer er war.

 

   Er fuhr sich mit der rechten Hand an seinen Kopf. Warum konnte er sich nur an nichts erinnern?


    „Hören Sie zu Miss… Können Sie mir sagen, wo ich mich befinde?“


    Die junge Frau behielt ihren fragenden Blick und das freundliche Lächeln bei und erwiderte: 


    „Mr. Simmons! Sie sind im Desert Rose Motel. Wissen Sie das nicht mehr?“


    „Um ehrlich zu sein – ich kann mich nicht im Geringsten daran erinnern, wie ich hierher gekommen bin…“


     „Mr. Simmons…!“ Das Lächeln der jungen Dame verbreiterte sich zu einem wissenden Grinsen. „Sie haben wohl mehr getrunken, als gut für Sie ist!“ „Nein, dass heißt, ich weiß es nicht… Ich… Wo befindet sich dieses `Desert Rose Motel`?“


    „Mr. Siimmmoons!“ ließ das junge Mädchen mit ansteigender Stimme verlauten, nicht ganz ohne ironischen Unterton. „Nördlich von Las Vegas…! Sie haben gestern Mittag hier eingecheckt. Mit einer äußerst attraktiven Blondine, wenn ich mir erlauben darf, das zu sagen! Sie haben zwei Flaschen Whisky bestellt und wünschten nicht gestört zu werden. Und ich halte mich an das, was unsere Kunden wünschen…“ 


   Jacks Blick glitt von dem hübschen Gesicht vor sich nach unten zu den festen Brüsten, die aus einem weißen Top direkt in seinen Verstanden zu springen versuchten, wie er sich einbildete. Dann schaute er wieder langsam nach oben und heftete sich auf den roten Lippen der jungen Lady fest. „Jaa…? Das ist gut…!“ Um danach zu ergänzen: „Ich kann mich nur nicht daran erinnern. Das mit der blonden Dame, dem Einchecken … Nicht mal an den Whisky! Und Sie hätte ich am aller wenigsten vergessen, Miss…!“ Jack erntete einen ungläubigen Blick. „Kannten Sie diese Dame, mit der ich hier ankam?“ „Nein, ich habe sie noch nie zuvor gesehen!“ „Und ich? War ich schon mal hier? Ich meine, bevor ich gestern hier eingecheckt habe?“

 

   „Mr. Simmons…! Sie wollen mich veräppeln…!“ Das Lächeln der jungen Dame ging in ein Lachen über.


    „Ob ich Sie kenne…?“


    Das junge Ding schüttelte ihren Kopf. Damit wollte sie wohl unterstreichen, dass sie sich auf den Arm genommen fühlte.


    Sie lachte noch lauter und lief zurück zum Nebenraum. Im Türrahmen angelangt drehte sie sich nochmals zu Simmons um: „Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht, Mr. Simmons! Ich hoffe, Sie erinnern sich morgen früh wieder an mich!“ Dann war sie verschwunden... 


...

      Tagebucheintrag 4:

   „Heute ist der 15. November 2013.

Ich hatte heute Nacht einen schrecklichen Traum. Es hat an meine Wohnungstür geklopft und weil ich beschäftigt war, reagierte ich nicht sofort darauf. Da klopfte es plötzlich stärker und heftiger, so dass ich im Traum zusammenzuckte. Ich lief zur Türe und öffnete sie. Da stand eine alte Frau mit einem Kopftuch, die plötzlich laut anfing zu schreien, als sie mich erblickte! Es fuhr mir durch Mark und Bein!


    Ihre Augen begannen zu glühen und ich versuchte, die Wohnungstür wieder zu schließen, aber es gelang mir nicht.


    Eine unsichtbare Kraft war stärker.


    Ich lehnte mich von innen gegen die halboffene Türe, aber es half nichts. Ein unsichtbarer Sog drückte sie auf, so dass ich keine andere Wahl hatte, als in die Wohnung zu fliehen. Doch als ich Richtung Bad lief, stand plötzlich wieder das alte Weib vor mir. Jetzt in meiner Wohnung.


    Und wieder fing es an zu schreien, so dass ich vor Schreck nicht mehr konnte. Der unsichtbare Sog wurde so stark, dass er mich nach unten durch den Boden zog.


   Wie festgebunden an eine Achterbahn zog mich das unsichtbare Etwas weg von dieser Welt. Mir wurde plötzlich bewusst, dass ich träume und ich versuchte deshalb aufzuwachen. Doch es gelang mir nicht. Etwas hielt mich davon ab. Wieder und wieder versuchte ich diese beängstigende Achterbahnfahrt zu unterbrechen und aufzuwachen. Bis es mir irgendwann doch gelang. Schweißgebadet lag ich in meinem Bett.


    Ich versuchte mich wach zu halten, doch irgendwann schlief ich wieder ein und wurde erneut von diesem unsichtbaren Sog wie auf einer Achterbahn weggezogen. Wieder versuchte ich zu erwachen. Wieder gelang es mir nur mit äußerster Mühe und mit letzter Kraft.


    Jetzt schaffte ich es, fast zwei Stunden lang wach zu bleiben.


    Ich versuchte an etwas Schönes zu denken, um mich abzulenken.


    Und dachte auch, ich hätte es geschafft.


  Doch als ich erneut aus Übermüdung einschlief, befand ich mich unverzüglich wieder in dieser unsichtbaren Achterbahn, in der mich eine dunkle Kraft mit aller Macht hinter sich herzog. In eine abgrundtiefe Schwärze!


    Erneut versuchte ich aufzuwachen. Aber es gelang mir nicht.


  Erst nach unerträglichen Minuten schaffte mein Körper es, ins Tagesbewusstsein zurückzukehren.


    Sie werden nun denken, dass ich das erfunden habe.

 

   Aber es ist tatsächlich so passiert!

 

   Ich stand auf und lief zur Wohnungstür.


    Jetzt in der Realität.


    Etwas drängte mich dazu nachzuschauen, ob die alte Frau wirklich vor meiner Türe stand! In der Realität. Doch als ich sie öffnete war niemand zu sehen. Nur der dunkle Flur.


   Dann senkte ich meinen Blick und sah dieses Buch. Ich hob es auf und nahm es mit in meine Wohnung.

 

   Es trägt den Titel „KORMAZZ“.

 

   Ich muss es lesen, um zu erfahren, ob es in Zusammenhang mit dieser alten Frau und meinem Traum steht – und dem unheimlichen Sog, der mich für immer wegführen wollte in diesem Traum.


    Das Erlebte bereitet mir noch immer Angst. Da diese dunkle Macht mich daran hintern wollte zu erwachen. Und ihr es mehrmals fast gelang.


    Ich sollte dieses Buch lesen.


    Nur so werde ich erfahren, ob es einen Zusammenhang gibt."


                                                                                                       Faun
 


...

...

    STOPP!  

 

   „Auch der Leser dieses Buches wird bald Teil dieser Geschichte werden, wenn er es weiter liest!

 

   Denn dies ist kein Buch wie jedes andere.

 

   Nur sehr wenige werden das Grauen, das bevorsteht, abwenden können, welches in ihr Leben dringt. Solange sie nicht das Rätsel lösen.

 

   Noch gibt es eine Chance umzukehren. 

 

   Dies ist kein Spiel!


  Die Wahrheit hinter diesem Buch könnte tödlich sein, wenn das Rätsel nicht gelöst wird! Was ich erlebt habe, kann sich niemand vorstellen. Es war die Hölle auf Erden. Und das alles nur wegen diesem Buch... Es wird wieder geschehen. Das Geheimnis um KORMAZZ steht bereits vor Deiner Türe! Öffne sie nicht. 


  Lese dieses Buch nicht!

                                                                                                                                                                                                                                                C. T.“


                                                                                         © by Dan Davis, 2015, eine Veröffentlichung ohne ausdrückliche Genehmigung wird untersagt.



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Weitere LESEPROBEN
aus Büchern von DAN DAVIS:

LESEPROBE "UND DIE WELT WAR EINE ANDERE..." (2003)*

LESEPROBE "KORMAZZ" (erscheint 2017)

LESEPROBE "ENTER YOUR MATRIX" (V. 2015)*

LESEPROBE "NATIONALE SICHERHEIT - Die Verschwörung" (2005)

LESEPROBE "TRAUMJÄGER" (2006)

LESEPROBE
"PRINZESSIN SALOMEJKA - und der Apfel des Lebens" (2011)

LESEPROBE "TERRORSTAAT - Die dunkle Seite der Macht" (V. 2016)

LESEPROBE "7 - DIE LETZTEN TAGE  / Teil 1 " (2015)

LESEPROBE "7 - DIE LETZTEN TAGE  / Teil 2 " (2015)

LESEPROBE 
"GEBOREN IN DIE LÜGE - Unternehmen Weltverschwörung" (V. 2015)

LESEPROBE "REVOLUTION, BABY!" (2014)

LESEPROBE "ABGRUND - Eine Abrechnung mit dem Leben" (2014)**

LESEPROBE "AUF DEN SPUREN DER ALTEN" (V. 2009)****

LESEPROBE "ALDEBARAN - Das Vermächtnis unserer Ahnen" (2014)***

LESEPROBE "DER GESCHWURBEL" (ältere Kurzgeschichten)

LESEPROBE "ART IS WAR" (Kunstband) (2016)**

LESEPROBEN "KURZGESCHICHTEN VON DAN DAVIS"


* Unter dem Pseudonym David Simon
** Unter dem "REAL NAME" Daniel Bosch
*** Von Reiner Feistle, wit einem Vorwort von Dan Davis und u.a. inhaltlichen
Bezügen zu Büchern von Dan Davis, siehe Leseprobe.
**** Anthologie von Roland Roth mit einzelnen Kapiteln von Dan Davis,
siehe Leseprobe


KORMAZZ - Original novel Soundtrack
(Kostenlose Hörprobe Track 9)
0:00/6:22

Kostenlose Hörprobe  aus dem bald erscheinenden Soundtrack zum Roman "KORMAZZ"  von DAN DAVIS, , mit freundlicher Genehmigung von EISENBERG édition musicale/Hanseatic Musikverlag GmbH, administriert von WARNER/CHAPPELL, Hamburg - GEMA.