DAN Davis
  KORMAZZ
  KORMAZZ
           
                                Lie
s dieses Buch nicht!
                              Es
könnte Dein letztes sein.....

  DIE LETZTE VERSUCHUNG
  DIE LETZTE VERSUCHUNG

K ormazz

KORMAZZ


...
THE BEGINNING
...

Nur ein Roman - oder basierend auf
wahren Begebenheiten hinter einem
Vorhang aus Schweigen . . . ?


NEU!

VORAB LESEPROBE:


"THE BEGINNING"

(Einleitung)


VORSICHT!“ hörte Selina eine undefinierbare schreiende Stimme, die sich durch ihr Gehörorgan wie in Watte gehüllt in ihren Verstand fraß. Doch als das junge dunkelhaarige Mädchen die Augen öffnete, war es bereits zu spät! Das letzte, das sie wahrnahm, war eine verschleierte Umgebung, die einen Blick, als würde man durch ein Milchglas schauen, zuließ. Darin ein undefinierbares grünes Etwas, welches von links oben nach rechts unten verlief, sowie ein schwarzes Gebilde, das rasend schnell immer größer wurde und offensichtlich auf sie zukam. Dann zerplatzte ihr Kopf. Durch den Aufprall schlitterte ihr rechter abgetrennter Arm eine waldige Böschung hinunter und blieb auf einer geteerten Straße liegen. Ein blauer undefinierbarer Gegenstand, den diese noch krampfhaft umklammerte, kullerte über den grauen Asphalt und verschwand in einem nahe liegenden Gebüsch.

üsch.     

  „Schau mal, was ich gefunden habe!“ Das kleine achtjährige Mädchen hielt Marc ihre Hände entgegen, die sie schaufelförmig übereinander gelegt hatte. Dieser stellte den Umzugkarton auf den Steinboden der großzügigen modernen Küche in der alten Jugendstil-Villa und blickte seine Tochter fragend an. Sie kam tänzelnd einige Schritte auf ihn zu und öffnete ihre Hände. Ein großer dicker Regenwurm schlängelte sich darin. Dieser wollte nun offensichtlich die Gelegenheit nutzen, Richtung Arm die Flucht anzutreten.


   Das kleine Mädchen mit den braunen halblangen Haaren stoppte den Fluchtversuch, nahm den Ausreißer zwischen Daumen und Zeigefinger in die Höhe, näherte sich damit ihrem Mund und verzog das hübsche Gesicht zu einer Grimasse. Sie weitete die Augen und fletschte die Zähne, wobei sie jetzt damit begann, fortwährend den Ober- und Unterkiefer aufeinander zu schlagen, während ein „Njam-njam-njam…“ aus ihrem Mund zu hören war. Marc schüttelte den Kopf, als er die Bemühungen seiner Tochter sah, monsterartige Töne und Mimik vor ihm zu demonstrieren.


   Der Umzug nach Amsterdam hatte ihn viel Kraft gekostet. Es gab Ärger mit der Spedition, da einige Möbel leicht beschädigt worden waren, und Ärger mit Valerie, weil diese lange Zeit gegen den Umzug von der Ostküste der USA nach Europa war. Doch er hatte sich durchgesetzt. Ein Jobangebot seines Arbeitgebers, der hier eine Zweigstelle aufbauen wollte, war einfach zu lukrativ, als dass er es einfach so ablehnen konnte.


   „Wasch dir die Hände vor dem Essen…“ erwiderte er mit Blick auf das kleine Monster, zu dem seine Tochter mutiert war. Dann ging er nach draußen, um einen weiteren Karton in das neue Eigenheim zu tragen. Jasmin ließ den Regenwurm wieder zwischen ihren kleinen Händen verschwinden und lief in den Garten.        


   Als Marc wieder ins Haus kam, hörte er, wie seine Frau Valerie vom oberen Stockwerk die knarrende Holztreppe nach unten lief. Auch diese machte einen erschöpften Eindruck. Marc betrachtete sie von der Tür aus. Wie schön sie doch war!


   Alle schätzten seine blonde gut gebaute Frau weitaus jünger, als ihr biologisches Alter von 38 Jahren es vermuten ließ.


   „Wo ist Jasmin?“ unterbrach sie seine Gedanken. „Sie ist im Garten und isst Regenwürmer!“, antwortete er augenzwinkernd. Dann lief er zu ihr und küsste sie zärtlich auf den Mund. Als das Telefon klingelte, löste sie ihre Lippen von den seinen und lief zu dem Apparat, für den sie noch nicht den richtigen Platz in der noch fast leeren Wohnung gefunden hatten und der deshalb einige Meter entfernt auf dem Boden stand. 


   „Ja?“


   Nach wenigen Sekunden kam ein „Hallo Frank!“ aus ihrem Mund. Dann gab sie das Telefon samt Hörer weiter an ihren Mann, der es auf einen der Kartons positionierte.


   Marc schien freudig überrascht.


   Frank, sein Chef, rief aus den USA an und erkundigte sich, ob alles mit dem Umzug geklappt hatte.


   „Ja. Na ja… Bis auf einige Möbel, die bei der Überführung beschädigt wurden. Doch wir haben das bei der Spedition schon reklamiert…“


   Jasmin kam in diesem Moment wieder vom Garten in die Wohnung und machte sich daran, die Treppe nach oben zu laufen. Erneut hatte sie ihre Hände schaufelförmig übereinander gelegt, was Marc aus dem Augenwinkel wahrnehmen konnte.


   Er unterbrach deshalb kurz das Gespräch mit Frank und fragte diese: „Was hast du nun schon wieder gefunden?“


   Ohne dabei stehen zu bleiben riss seine kleine Tochter wieder ihre Augen auf und fletschte ihre Zähne, doch es gelang ihr erneut nicht wirklich, aus ihrem schönen Puppengesicht eine hässliche Fratze zu machen. Auch wenn sie sich alle Mühe gab. Dabei öffnete sie ihre Hände leicht, so dass Marc einen blauen Gegenstand darin erkennen konnte. Aber seine Tochter war dabei so schnell die Treppe nach oben gelaufen, dass er diesen nicht identifizieren konnte. Deshalb richtete er seine Aufmerksamkeit wieder auf Frank. Und er musste zugeben:

   Er freute sich auf sein neues Leben in Amsterdam.        


   Tagebucheintrag 1:

   „Mein liebes Tagebuch. Heute ist der 12. November 2013. Etwas Merkwürdiges ist geschehen. Etwas, das ich mir nicht erklären kann. Als ich heute gegen 19 Uhr nach Hause kam, fand ich einen Gegenstand in meiner Wohnung vor, den ich noch nie in meinem Leben gesehen habe. 


   Keine Ahnung, was er darstellen soll oder wie er hier hergekommen ist. Irgendjemand muss ihn dort abgestellt haben. Doch außer mir hat niemand Zugang zu meiner Wohnung. 


   Ich habe das Wohnungsschloss kontrolliert, aber es zeigt keine Einbruchsspuren. Beängstigend! Wer war in meiner Abwesenheit hier? Und was ist das für ein Gegenstand? 


   Ich bin zu müde und aufgewühlt, um heute weiterzuschreiben. Ich werde morgen mein Schloss austauschen.“                                                                                                                                                        Faun


   Der Mann stand mitten auf der Straße. Es dämmerte schon in dieser gottverdammten Einöde, irgendwo im Nirgendwo in den USA, wo sich nicht einmal Füchse und Hasen gute Nacht sagen. Befand er sich in der Wüste, oder was war hier los? Es wirkte zumindest auf ihn so. Das graue Band des Highways kam aus dem Nichts und verschwand wo auch immer… Er konnte es nicht erkennen. Was er erlebt hatte, würde ihm kein Mensch auf dieser Welt jemals glauben. Wenn er näher darüber nachdachte, glaubte er sich selbst nicht einmal. Sein glasiger Blick fiel über die karge Landschaft und er versuchte eine sinnvolle Erklärung für das zu finden, was geschehen war.


    Aber er konnte es nicht.


  Er setzte sich auf den Belag des ausgestorbenen Highways und versuchte, sich zu erinnern. Alles begann gestern. An einem beschissenen Sonntagmorgen. Eigentlich wollte er nur ein paar Schachteln Zigaretten und eine Flasche Whiskey im nächsten Store, der rund um die Uhr geöffnet hatte, besorgen. Um seine Gedanken von dieser Votze loszubekommen, die ihn letzte Nacht bestohlen hatte. Wie konnte er nur so dämlich sein… Er war ein gut aussehender Kerl, wie er dachte. Vielleicht etwas ungepflegt und keine Zwanzig mehr – aber er war nicht so ein Weichei, das sich etwas vormachen ließ. Bis zu diesem Tag jedenfalls. Diese blöde Schlampe!


   Und irgendwie lief danach alles aus dem Ruder. Er erinnerte sich noch daran, wie er aus dem Store trat, mit dem ganzen Scheiß, den er sich dort zusammengesucht hatte. Es war strahlender Sonnenschein und er ging zu seinem alten Chevrolet. Cabrio. Etwas Rost hier und da.


   Er war gerade dabei, seine dunkle Sonnenbrille aufzusetzen und zurechtzurücken und hatte schon seinen Einkauf in den Wagen befördert, da geschah es…      


    Weiter kam Jack Simmons in diesem Moment nicht mit seinen Erinnerungen, denn aus der Entfernung näherten sich ein paar Scheinwerfer. Endlich! Langsam stand er schwankend auf und konnte dabei nicht verhindern, wieder zurück auf die Straße zu fallen. Beim zweiten Versuch hatte er mehr Erfolg.


   Er strich sich mit seiner kräftigen gebräunten Hand durch das kurze dunkle zurückgegelte Haar und überprüfte nochmals den Sitz seiner Sonnenbrille, die er um diese Uhrzeit eigentlich nicht mehr benötigte. Die Scheinwerfer kamen näher. Konnte das Arschloch nicht schneller fahren, verdammt!


    Dauerte ja eine Ewigkeit.


   Jack blickte nochmals zum Straßenrand. Beinahe hätte er den einzigen Beweis für seine Geschichte hier liegen lassen! Er lief torkelnd auf eine schwarze Tasche zu, die dort lag und voller Staub und Dreck war, umklammerte sie wie einen Schatz. Dann lief er wieder auf die Straße, um das ankommende Auto zum Anhalten zu bewegen.


     Sag mal, der war ja immer noch so weit weg!


     Was machte der Idiot denn?

 

   Der Wagen hätte eigentlich schon längst hier sein müssen. Das gab es doch nicht… Jack sah die Staubfontäne, die das dunkle Gefährt hinter sich in die Höhe beförderte. Nochmals blickte er auf seine Tasche und vergewisserte sich, dass der Gegenstand, den er darin aufbewahrte, noch da war. Doch als er wieder Richtung Straße sah, waren die Scheinwerferkegel und der Wagen verschwunden.


     Das gab es doch nicht!


     Hatte der Idiot gewendet?


     Scheiße!


    Aber dann müsste er ihn trotzdem noch sehen. Er warf die Tasche voller Wut wieder an den Straßenrand, und… Erschreckt fuhr er zurück und stolperte dabei über seine eigene Füße. Wieder landete er unfreiwillig auf der Fahrbahn, denn direkt neben ihm stand plötzlich ein schwarzer Wagen mit komplett verdunkelten Scheiben. War das überhaupt erlaubt?


   Jack stand erneut auf und wankte zur Beifahrertür. Dann klopfte er dagegen. Nichts. Was für ein Arschloch…!


   „Hey! Können Sie mich mitnehmen? Ich brauche Hilfe!“ 


    Keine Reaktion.


   Als er versuchte, einen Blick ins Wageninnere zu erhaschen, konnte er nicht das Geringste erkennen.


    Vor Wut holte er aus, um mit seinem Cowboystiefel gegen die Türe zu treten. Doch sein Stiefel trat ins Leere und er fiel erneut auf die Straße. Als er sich auf dem Highway liegend umblickte, war die Limousine wie vom Erdboden verschwunden.


    Hatte er sich dies alles nur eingebildet? 


    Das gab es doch nicht!


    War er so besoffen? 


   Wieder versuchte er wankend auf die Beine zu kommen, um danach… Was war das denn jetzt? 


   Eine Frau!


   Vor ihm stand plötzlich eine dunkelhaarige Schönheit, die ihn anlächelte.


   Normalerweise hätte er bei diesem Anblick anders reagiert, aber Jack nahm dies nach der ersten Überraschung nur noch am Rande wahr, denn sein Blick richtete sich auf etwas, was sich offensichtlich schräg hinter der jungen schwarz gekleideten Frau befand.


   Er riss die Augen auf, griff so schnell es ihm gelang in seine Jackentasche, zog eine Waffe hervor und schoss sämtliche Kugeln aus der Trommel, die sich noch in ihr befanden!


   Bang. Bang … bang … bang!

 

   Doch es war bereits zu spät!


   Mit der Dunkelheit der anbrechenden Nacht kam die Dunkelheit in ihm.


   `Fuck!...`


   dachte er innerlich zu sich selbst als letzte Regung seines trunkenen Geistes.


   `…Sie hatte recht! Die Votze von gestern hatte recht!`     



   Tagebucheintrag 2:

   „Heute ist der 13. November 2013. 


   Ich habe heute das Schloss an meiner Haustüre ausgetauscht.


   Noch immer rätsele ich über den merkwürdigen Gegenstand, der gestern plötzlich in meiner Wohnung stand. Irgendetwas stimmt hier nicht. Ich kann es nicht beschreiben, aber irgendetwas geht hier vor. Ich habe eine Stimme gehört. Heute. In meiner Wohnung. Aber ich war alleine.


   Ich bin mir sicher, dass ich mir dies nicht nur eingebildet habe.


   Oder etwa doch?


   Vielleicht war es ein Fehler, über den Gegenstand in meinem Tagebuch zu schreiben. 


   Ich werde ihn morgen in den Müll zu werfen. 


   Denn er macht mir Angst."


                                                                              Faun

   

   Der Morgen danach.


  Ein Streifenwagen näherte sich langsam einer schwarzen Tasche, die am Straßenrand in dieser einsamen Gegend lag. Der Wagen hielt an. Einer der beiden Cops stieg aus und lief auf den Gegenstand zu und betrachtete ihn von allen Seiten. Dann warf er einen Blick hinein und drehte die Tasche so, dass sein Kollege am Steuer ebenfalls hineinschauen konnte.


   Leer.


   Als McKansey gerade dabei war, das dreckige Ding mit spitzen Fingern auf den Rücksitz des Polizeiwagens zu befördern, fiel ihm ein weiterer Gegenstand auf, der in der Sonne blitzte und ein Stück entfernt mitten auf dem Highway lag. Als er näher kam, konnte der Cop den Gegenstand erkennen: Es war eine Waffe!


   Nochmals blickte er sich um.


   Kein Mensch war weit und breit zu sehen.


  Er hob sie auf und lief kopfschüttelnd zum Wagen. „Irgendetwas ist hier geschehen!“ murmelte McKansey.


  Sein Kollege stieg nun ebenfalls aus und beide schauten sich nochmals um. Sie fanden aber keine weiteren Hinweise.


   Wieder im Fahrzeug sitzend startete er den Motor und die beiden entfernten sich von der Stelle, an der kurz zuvor noch die Tasche gelegen hatte.


  Vielleicht wären sie der Wahrheit an diesem Tag ein Stückchen näher gekommen und hätten noch aufhalten können, was in Folge geschehen ist und in diesem Buch beschrieben steht. Wenn ihnen etwas aufgefallen wäre. Doch dafür war es jetzt zu spät.


                                 © by Dan Davis, 2015, eine Veröffentlichung ohne ausdrückliche Genehmigung wird untersagt.


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Veröffentlichung:
2017!


Kostenlose Hörprobe:

KORMAZZ - Original novel Soundtrack
(Kostenlose Hörprobe Track 9)
0:00/6:22
KKostenlose Hörprobe  aus dem bald erscheinenden Soundtrack zum Roman "KORMAZZ"  von DAN DAVIS, , mit freundlicher Genehmigung von EISENBERG édition musicale/Hanseatic Musikverlag GmbH, administriert von WARNER/CHAPPELL, Hamburg - GEMA.